Wie ein Indianer leben

Wenn man sich darüber Gedanken macht, möglichst naturnah leben zu wollen, kommt einem zwangsläufig auch die ursprüngliche Lebensweise der Naturvölker in den Sinn, etwa die der nordamerikanischen Ureinwohner. Traditionell wohnten sie einerseits in Dorfgemeinschaften im Wald – zum Beispiel in Langhäusern, Wigwams oder Erdhütten. Und andererseits hausten sie nomadisch in Tipis oder kuppelförmigen Wickiups und folgten den Büffelherden. Sie führten ein einfaches Dasein und lebten von dem, was die Natur ihnen bot, sammelten Beeren und Wurzeln, betrieben Fischfang oder jagten Tiere wegen ihres Fleisches und der Häute. Darüber hinaus hielten sie Hunde, die ihnen als Jagdhelfer, Wächter und Lastenträger dienten, oder Pferde als Pack- und Reittiere.

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Was bedeutet „naturnah leben“ für mich?

Wir leben in einer Welt, die sich immer schneller zu drehen scheint: Konsum wird zur Selbstverständlichkeit, beruflicher Erfolg misst sich häufig an Karriereleiter und Einkommen, und technologische Entwicklungen – von KI über Smart Homes bis hin zu automatisierten Systemen – durchdringen zunehmend jeden Bereich unseres Alltags. Gleichzeitig erleben wir globale Spannungen, wirtschaftliche Unsicherheiten und eine immer stärkere Ausbeutung natürlicher Ressourcen, als gäbe es keinen Planeten „danach“.

In diesem Spannungsfeld wächst in mir der Wunsch, einen anderen Weg zu finden. Trotz eines Vollzeitjobs im Homeoffice, der mich fest in die digitale und leistungsorientierte Welt einbindet, suche ich nach Möglichkeiten, mich bewusst davon zu lösen – zumindest ein Stück weit. Nicht im Sinne eines radikalen Ausstiegs, sondern als eine Rückkehr zu mehr Einfachheit, Klarheit und innerer Ruhe.

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Draußen in der Natur mit meinem Hund

Seitdem wir einen Berner Sennenhund haben, verbringe ich viel mehr Zeit draußen in der Natur. Von April bis Oktober sitze ich mit meiner Hündin Sascha auf der Terrasse vor dem Haus im Gartenpavillon und esse Frühstück. Außerdem versuche ich, mit ihr zweimal am Tag – morgens und abends – spazieren zu gehen. Dann laufen wir übers Feld, am Waldrand entlang bis zu einem kleinen Wäldchen, in dessen Mitte sich ein kleiner See befindet. Das ist unser Lieblingsort – hier kann ich die Natur genießen, den Vögeln lauschen, die Enten beobachten, die frische Luft atmen, die durch das grüne Laub der Bäume fährt. Egal, wie stressig mein Alltag vor dem Spaziergang war, sobald wir wieder aus dem Wald heraus sind, fühle ich mich einfach nur entspannt – weil ich mich wieder mit der Natur verbunden habe. Ich habe mir jetzt Gummistiefel und ein Regencape bestellt, damit ich auch bei Regenwetter mit meinem Hund unterwegs sein kann.

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