1. Einweg-Plastikflaschen
Einweg-Plastikflaschen werden nicht für den erneuten Gebrauch produziert. Innerhalb des Pfandsystems werden sie zwar recycelt und zu neuen Getränkeflaschen, Kleidung oder Folien verarbeitet. Aber nicht alle Kunststoffflaschen sind Teil dieses Systems: Nach dem Kauf von Sonnenblumenöl, Tafelessig oder Ketchup landen die entsprechenden Behältnisse zumeist im gelben Sack. Weitaus nachhaltiger ist es daher, Leitungswasser zu trinken, einen Wassersprudler zu nutzen sowie Getränke in Mehrweg-Glasflaschen zu kaufen. Allerdings muss man unter Umständen auch abwägen, ob es nicht umweltverträglicher ist, Mehrweg-PET-Flaschen oder Getränkedosen zu kaufen, wenn dadurch ein Transport mit dem Fahrrad statt mit dem Auto möglich ist. Selbst Speiseöl und Essig sind in Glasflaschen erhältlich; Ketchup und Fruchtsäfte gibt es zudem im Tetra Pak.
2. Plastiktüten
Zum nachhaltigen Einkaufen ist es auf jeden Fall praktisch, einen Stoffbeutel oder einen Einkaufskorb dabeizuhaben. Ich selbst vergesse allerdings immer wieder, einen Beutel für meine Besorgungen mitzunehmen. Dann stehe ich im Supermarkt erneut vor der Wahl, entweder eine wenig reißfeste Papiertüte, eine Einweg-Plastiktüte oder eine teure Kunststofftragetasche zu kaufen. Deshalb empfiehlt es sich, stets einen faltbaren Stoffbeutel in der Jackentasche oder im Rucksack dabeizuhaben.
3. Papiertücher
Ich habe mir im Internet ein Paket Stofftaschentücher bestellt, wie ich sie noch aus meiner Kindheit kenne. Sie sind eine gute Alternative zu Papiertaschentüchern, solange sie nicht stark verschmutzt sind und ohnehin mit der normalen Wäsche mitgewaschen werden. Bei einer Erkältung kann es jedoch sinnvoll sein, auf Einweg-Papiertaschentücher zurückzugreifen.
Auch für viele Reinigungsarbeiten in der Küche genügen waschbare Lappen oder ausgediente Handtücher. Für besonders unhygienische Aufgaben – etwa beim Aufwischen von Katzenfutter, rohen Fleischsäften oder Fett aus Pfannen – kann Küchenpapier allerdings weiterhin sinnvoll sein.
Einmal benutzte Taschen- oder Küchentücher lassen sich letztlich nicht wiederverwenden und gehören deshalb auch nicht in den Papiermüll. Ich entsorge sie stattdessen in meiner Feuertonne. Die dabei entstehende Asche kann ich später bei Bedarf als Pflanzendünger nutzen.
Einige Portale empfehlen darüber hinaus auch so genannte Po-Duschen oder Bidet-Brausen (z.B. von HappyPo und Bidetlity). Diese können dabei helfen, den Toilettenpapierverbrauch zu reduzieren. Ich persönlich habe damit aber noch keine Erfahrungen gemacht.
4. Frischhaltefolie
Ich versuche im Alltag, weitestgehend auf Frischhaltefolie zu verzichten. Stattdessen kann man auch einen passenden Teller auf die Schüssel legen, für das Pausenbrot gut verschließbare Vorratsdosen verwenden oder – wenn es für einen passt – nicht verbrauchte Lebensmittel in abwaschbare Bienenwachstücher einwickeln. Sind diese Tücher nach häufigem Gebrauch einmal brüchig, lassen sie sich ganz einfach mit einem Bügeleisen wieder glätten.
5. Kaffeekapseln
Heutzutage gibt es eine Vielzahl von Kaffeevollautomaten, zu denen nur bestimmte Kaffeekapseln passen. Zwar versprechen diese Apparate eine perfekte Portionierung, aber es entsteht doch sehr viel Verpackungsmüll. Warum also nicht auf althergebrachte Alternativen wie Filterkaffee aus der Maschine, French Press oder den italienischen Espressokocher zurückgreifen? Ich selbst trinke meinen Kaffee sehr gern aus dem Cà phê Phin – dem traditionellen vietnamesischen Kaffeefilter, der direkt oben auf das Glas oder die Tasse gestellt wird. Meine Eltern wiederum schwören auf türkischen Mokka, wobei das Kaffeepulver direkt in die Tasse gegeben und mit heißem Wasser aufgegossen wird.
6. Fast Fashion
Da ich auf dem Land lebe und im Homeoffice arbeite, komme ich nur selten in die verführerische Situation, auf dem Nachhauseweg noch schnell shoppen zu gehen. Außerdem bekomme ich zu Geburtstagen oder Weihnachten häufig Pullover, T-Shirts oder Hosen geschenkt, sodass ich mir schon seit Jahren kaum noch selbst Kleidung kaufe. Wenn ich doch einmal ein Geschäft aufsuche, beschränke ich mich auf das, was ich wirklich benötige. Dabei achte ich darauf, qualitativ hochwertige Kleidungsstücke auszuwählen, die möglichst lange halten. Kleine Reparaturen sind mit Nadel und Faden oftmals schnell erledigt.
In größeren Städten gibt es zudem zahlreiche Second-Hand-Läden. Da ich jedoch in einem Dorf wohne, müsste ich dafür längere Anfahrtswege in Kauf nehmen, was die ökologische Bilanz unterm Strich wieder verschlechtern würde.
7. Verpackte Lebensmittel
Ich halte beim Einkaufen immer Ausschau nach möglichst unverpackten Lebensmitteln und entscheide mich dafür, wenn ich die Wahl habe. Einen Unverpacktladen suche ich allerdings nicht gezielt auf. Da ich in einem Dorf am Berliner Stadtrand wohne, müsste ich dafür mit dem Auto nach Berlin oder Oranienburg. Das wäre für mich wenig sinnvoll, denn die zusätzliche Strecke würde den Umweltvorteil zum Teil wieder zunichtemachen. Deshalb nutze ich lieber die Möglichkeiten vor Ort – zumal ich sie auch bequem mit dem Fahrrad erreichen kann.
8. Kosmetik in Einwegverpackungen
Flüssigseifen und Shampoos in Plastikflaschen bestehen zu einem Großteil aus Wasser. Eine weitaus nachhaltigere Alternative sind da feste Seifen und festes Shampoo. Wenn man diese Produkte zudem in einem Beutel oder einer Abtropfschale aufbewahrt, können sie nach der Benutzung gut trocknen und halten deutlich länger. In einer geschlossenen Seifendose oder bei unsachgemäßer Lagerung von festem Shampoo kann sich hingegen Feuchtigkeit sammeln, wodurch die Produkte nach und nach aufweichen und sich teilweise auflösen.
9. To-go-Becher und Einweggeschirr
Anstatt sich einen teuren Coffee to go bei Starbucks und Co. oder am Automaten zu kaufen, kocht meine Freundin ihren Kaffee zu Hause selber und nutzt einen abwaschbaren Thermobecher als Transportbehältnis. Das spart Verpackungsmüll. Auch eine wiederverwendbare Brotdose eignet sich hervorragend, um ein leckeres, selbstgemachtes Sandwich für unterwegs mitzunehmen. Und wenn wir ein Picknick am See machen oder eine größere Party veranstalten, achten wir möglichst darauf, kein Einweggeschirr oder Plastikbesteck zu verwenden.
10. Deko- und Spontankäufe
Bei Deko- und Spontankäufen versuche ich, bewusst zu entscheiden. Lieber kaufe ich Dinge, mit denen ich persönliche Erinnerungen verbinde, als irgendwelche Mitbringsel, die später nur herumliegen. Auf Kühlschrankmagnete oder ähnliche Souvenirs verzichte ich deshalb meistens, zumal wir am Kühlschrank schon gar keinen Platz mehr haben. Damit ich nicht unnötig etwas kaufe, hilft es mir außerdem, vor dem Einkaufen eine Liste zu schreiben und mich möglichst daran zu halten.
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2 Kommentare zu „10 Dinge, die ich möglichst nicht mehr kaufe – und warum“