Leben mit Haustieren

Piwo

Zum ersten Mal in Kontakt mit Haustieren kam ich bei meinen Großeltern in Ostberlin. Die hatten einst einen kleinen schwarzen Cocker-Spaniel-Welpen adoptiert, da er in seinem ursprünglichen Zuhause immer auf dem Parkett wegrutschte und dort nicht leben konnte. Mein Opa hatte ihn augenzwinkernd „Piwo“ getauft – das ist Russisch für Bier; vermutlich, weil Opa gern Bier trank. Immer wenn wir zu Besuch waren, dann freute der Hund sich tierisch, wedelte mit dem Schwanz, vollführte einen Tanz um sich selbst und bellte laut. Das fand ich als Kind eher unheimlich, da ich ja selber noch klein war, der Hund etwas streng roch und das Gebell für mich zu laut war. Auch meine Mutter ging gegenüber Hunden eher auf Abstand, da ein deutscher Schäferhund meinen Cousin mal in den Allerwertesten gebissen hatte.

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Was bedeutet „naturnah leben“ für mich?

Wir leben in einer Welt, die sich immer schneller zu drehen scheint: Konsum wird zur Selbstverständlichkeit, beruflicher Erfolg misst sich häufig an Karriereleiter und Einkommen, und technologische Entwicklungen – von KI über Smart Homes bis hin zu automatisierten Systemen – durchdringen zunehmend jeden Bereich unseres Alltags. Gleichzeitig erleben wir globale Spannungen, wirtschaftliche Unsicherheiten und eine immer stärkere Ausbeutung natürlicher Ressourcen, als gäbe es keinen Planeten „danach“.

In diesem Spannungsfeld wächst in mir der Wunsch, einen anderen Weg zu finden. Trotz eines Vollzeitjobs im Homeoffice, der mich fest in die digitale und leistungsorientierte Welt einbindet, suche ich nach Möglichkeiten, mich bewusst davon zu lösen – zumindest ein Stück weit. Nicht im Sinne eines radikalen Ausstiegs, sondern als eine Rückkehr zu mehr Einfachheit, Klarheit und innerer Ruhe.

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Draußen in der Natur mit meinem Hund

Seitdem wir einen Berner Sennenhund haben, verbringe ich viel mehr Zeit draußen in der Natur. Von April bis Oktober sitze ich mit meiner Hündin Sascha auf der Terrasse vor dem Haus im Gartenpavillon und esse Frühstück. Außerdem versuche ich, mit ihr zweimal am Tag – morgens und abends – spazieren zu gehen. Dann laufen wir übers Feld, am Waldrand entlang bis zu einem kleinen Wäldchen, in dessen Mitte sich ein kleiner See befindet. Das ist unser Lieblingsort – hier kann ich die Natur genießen, den Vögeln lauschen, die Enten beobachten, die frische Luft atmen, die durch das grüne Laub der Bäume fährt. Egal, wie stressig mein Alltag vor dem Spaziergang war, sobald wir wieder aus dem Wald heraus sind, fühle ich mich einfach nur entspannt – weil ich mich wieder mit der Natur verbunden habe. Ich habe mir jetzt Gummistiefel und ein Regencape bestellt, damit ich auch bei Regenwetter mit meinem Hund unterwegs sein kann.

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