Seitdem wir einen Berner Sennenhund haben, verbringe ich viel mehr Zeit draußen in der Natur. Von April bis Oktober sitze ich mit meiner Hündin Sascha auf der Terrasse vor dem Haus im Gartenpavillon und esse Frühstück. Außerdem versuche ich, mit ihr zweimal am Tag – morgens und abends – spazieren zu gehen. Dann laufen wir übers Feld, am Waldrand entlang bis zu einem kleinen Wäldchen, in dessen Mitte sich ein kleiner See befindet. Das ist unser Lieblingsort – hier kann ich die Natur genießen, den Vögeln lauschen, die Enten beobachten, die frische Luft atmen, die durch das grüne Laub der Bäume fährt. Egal, wie stressig mein Alltag vor dem Spaziergang war, sobald wir wieder aus dem Wald heraus sind, fühle ich mich einfach nur entspannt – weil ich mich wieder mit der Natur verbunden habe. Ich habe mir jetzt Gummistiefel und ein Regencape bestellt, damit ich auch bei Regenwetter mit meinem Hund unterwegs sein kann.
In der dunklen Jahreszeit, von November bis März, gestalten sich diese Spaziergänge oftmals schwierig. Aufgrund meines Vollzeitjobs im Homeoffice von 10 bis 18:30 Uhr ist es am frühen Morgen bzw. abends – ausgerechnet dann, wenn ich Zeit habe – noch zu dunkel. Vor allem dann, wenn es frisch geschneit hat, gehe ich aber dennoch sehr gern mit Sascha raus und wir genießen die zauberhafte Winterlandschaft. Aber bei Blitz- oder Glatteis trauen wir uns gar nicht raus. Nicht selten verzichte ich im Winter notgedrungen auf den Spaziergang und verbringe stattdessen Zeit mit meinem Hund im Garten. In einer Ecke unseres Grundstücks, unter dem Dach des alten Carports, haben wir für Sascha unser abgewohntes Sofa als Schlafplatz aufgestellt. Eigentlich sollte es auf den Sperrmüll, aber Sascha hat es als ihren bevorzugten Liegeplatz auserkoren – und daher haben wir es ihr gern überlassen. Nachhaltigkeit mal anders! Dort sitze ich im Herbst und Winter nach der Arbeit gern mit meiner Hündin.
Unser Berner Sennenhund ist eigentlich für kalte Winter gemacht, ein Gebirgshund mit dickem Fell. Bei Temperaturen um null Grad lebt sie richtig auf! Sascha verbringt eigentlich das ganze Jahr draußen im Garten, im Haus ist es ihr viel zu warm. Bei eisigen Minusgraden oder Platzregen legt sie sich auch gern in den Eingangsbereich oder den Wintergarten. Aber vor allem im Hochsommer ist das Leben draußen für unseren Hund kompliziert: Spaziergänge in der Natur sind nur möglich, wenn die Sonne noch nicht über die Baumwipfel gestiegen ist, ansonsten liegt sie im Schatten eines Rhododendrons in ihrer Kuhle oder auf den kalten Fliesen vorm Haus. Und wenn es an die dreißig Grad ist, dann lege ich ihr auch gern ein feuchtes Handtuch über. Wenn die Temperaturen dann aber über dreißig Grad steigen, dann liegt sie im Haus im Eingangsbereich auf den kalten Fliesen. Oft ist ihr das dann irgendwann zu langweilig und abends will sie trotzdem wieder raus.
Von Zeit zu Zeit fahren wir aber auch zu meinen Eltern. Die wohnen weitab vom Schuss in Mecklenburg, weit und breit nur Wiesen, Felder, Seen und Wälder. Sascha ist dort gern, vor allem, weil immer jemand draußen im Garten ist. Da fühlt sie sich nicht so allein. Und vor allem ist der See auch nur ein paar Schritte vom Grundstück entfernt. Wenn wir mal für ein paar Tage in den Urlaub ans Meer fahren, dann verbringt Sascha bei meinen Eltern eine schöne Zeit. Denn an den Strand möchte ich meine Hündin nicht mitnehmen, weil es dort meist keinen Schatten gibt. Ich hätte einfach Angst, das sie überhitzt.
Ich versuche auf jeden Fall, meinem Hund ein schönes und abwechslungsreiches Leben zu ermöglichen. Dabei ist mir natürlich auch eine gesunde Ernährung wichtig – d.h. Hundefutter mit hohem Fleischanteil. Und Sascha hilft mir im Gegenzug, in Bewegung zu bleiben, ist zum Kuscheln zur Stelle, wenn es mir mal nicht so gut geht. Aber vor allem ist sie mein Ansporn, naturnah zu leben!
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